DIAKONISSENKRANKENHAUS DESSAU
NEUBAU MEDIZINISCHES LEISTUNGSZENTRUM / UMBAU DES ALTBAUS
AUSSENANSICHT FLUCHTTREPPENHAUS
Das Diakonissenkrankenhaus Dessau besteht aus mehreren, zu unterschiedlichen Zeiten errichteten Gebäuden, die miteinander verbunden sind.
Die hier durchgeführten Baumaßnahmen umfassten den Neubau eines Bettenhauses (1996) sowie als abschließende Maßnahme den Neubau eines "Medizinischen Leistungszentrums" (MLZ) und den Umbau des Altbaus (2004-2006).
Der Krankenhaus-Altbau ist ein vollständig unterkellertes Gebäude mit zwei Vollgeschossen.
Er ist in Mauerwerksbauweise mit Stahlsteindecken hergestellt worden. Die Dachkonstruktion bildet ein Holzpfettendach auf einer massiven Dachdecke.
Das "Reko-OP"-Gebäude ist ebenfalls zweigeschossig und voll unterkellert. Es wurde in Mischbauweise (Mauerwerk und Stahlbetonrahmen) mit Stahlbetondecken errichtet. Auf dem Stahlbeton-Flachdach ist im vorhergehenden Bauabschnitt die Technikzentrale in Stahlbauweise erbaut worden.
Das MLZ ist eine zweigeschossige, vollunterkelle Stahlbetonkonstruktion.
Die Dachkonstruktion bildet eine in Gebäudelängsrichtung geneigte Stahlbetonrippendecke, die ihre Lasten über Unterzüge und Stahlbetonstützen abträgt.
DARSTELLUNG DER BAUMASSNAHME
Die Baumaßnahmen wurden nahezu zeitgleich durchgeführt, um den Krankenhausbetrieb nicht länger als nötig einzuschränken.
Neubau
Die Gründung des Neubaus erfolgte mittels Flächengründung mit einer WU-Sohle.
Da der Neubau unmittelbar an den Altbau angrenzt, waren vor Erreichen der Gründungsebene umfangreiche HDI-Maßnahmen erforderlich, die sowohl außerhalb als auch innerhalb des vorhandenen Gebäudes durchgeführt wurden.
Als Besonderheit ist noch die Unterfahrung des Altbaus und die Abfangung eines hochbelasteten Einzelfundaments hervorzuheben, um einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen MLZ und Altbau zu schaffen.
Altbau
Bemessung von erforderlichen Hilfsabfangungen im Bauzustand.
Abbruch tragender Wände und Abfangung der darüber liegenden Bauteile durch den Einbau von Stahlträgern.
Austausch von nicht ausreichend tragfähigen Stahlbetonunterzügen durch Stahlkonstruktonen.
Ertüchtigung von nicht ausreichend tragfähigen Fundamenten.
Errichten eines außenliegenden Fluchttreppenhauses in Stahlbauweise.
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